February 26th, 2009
In ihrem vierseitigen Dossier geben die beiden Zeit-Journalisten Stephan Lebert (47) und Stefan Willeke (44) eine nicht wirklich überraschende Antwort auf die medienphilosophische Gretenfrage der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts: “Warum ist das Fernsehen nicht besser?” (Titelseite, Die Zeit, 9/2009) “Unser Gott, die Quote” – es ist dieses immer wiederkehrende Mantra vieler ProgrammdirektorInnen, welches dazu führt, dass im Zweifelsfall die Quantität über die Qualität siegt. Und der Zweifelsfall ist in den Redaktionen längst zum Alltag geworden. Nicht nur bei den privaten Sendern, sondern auch im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Ein medienpolitischer Staatsstreich?
Dass die Privaten den audience flow immer im Auge behalten müssen, ist strukturell bedingt. Sie leben von den Werbeeinahmen. Aber warum äffen die Öffentlich-Rechtlichen den privaten Quotenwahn nach? Sich diese Frage so zu stellen, grenzt für viele öffentlich-rechtliche FernsehmacherInnen schon an einen medienpolitischen Staatsstreich.
Die Argumentation von Lebert/Willeke ist einfach und klar. ARD und ZDF haben im Jahr 2008 zusammen acht Milliarden Euro eingenommen; davon stammen sieben Milliarden aus “Zwangsgebühren” (S. 14). Diese Gelder sind von der Konjunktur weitgehend unabhängig. Sie haben den Sinn und Zweck, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk vom Marktmechanismus ein Stück weit freizustellen, damit er seinem kulturpolitischen Auftrag nachkommen kann.
Dieser lautet gemäß Staatsvertrag für Rundfunk und Telemedien (1991/2008; Paragraf 11, Absatz 2): “Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten haben in ihren Angeboten der Bildung, Information, Beratung und Unterhaltung zu dienen. Sie haben Beiträge insbesondere zur Kultur anzubieten” (S. 13). Wie kommt es, so fragen die Autoren, dass nicht nur bei den TV-MacherInnen, sondern auch in der Bildungs- und Kulturpolitik “der Sinn dieses Massenmediums in Vergessenheit geraten” (S. 13) ist?
Das Interessante an ihrer Antwort besteht in der pragmatistischen Art und Weise, wie Lebert und Willeke vor Augen führen, dass es sich beim Fernsehen nicht einfach um ein abstraktes “System” (Luhmann) handelt, das einer unveränderlichen Logik folgt, sondern um Menschen in Redaktionen, die auf diese oder jene Weise fühlen, denken und handeln. Die beiden Medienjournalisten zeichnen in ihrem Dossier Portraits und skizzieren Psychogramme von Personen, die Verantwortung tragen und damit so oder so umgehen können.
Bloß keine Brüche!
Thomas Bellut, zum Beispiel, trohnt im 14. Stock des ZDF-Hochhauses am Mainzer Lerchenberg hoch über den Dingen. Er ist Programmdirektor und damit Chef von 3600 ZDF-MitarbeiterInnen. Seine “Philosophie einer Fernsehwoche” (S. 14) dreht sich um “Schlüsselwörter” wie “Gefühle, Familie, Frauen, Schmonzette und Krimi” (S. 14).
Der Mann glaubt an die magische Kraft der Unterhaltung. Seiner Auffassung zufolge besteht sie darin, die Massen ans “Programm” (S. 14) zu binden. Erst in einem zweiten, dritten oder vierten Schritt dürfen diese dann – ganz vorsichtig und in homöopathischen Dosen! – auch einmal mit kulturpolitisch relevanten Substanzen in Kontakt kommen. Aber, um Gottes willen, nicht zuviel davon! Das könnte “den Flow” unterbrechen. “Bloß keine Brüche!” (S. 14)
“Die Quote macht süchtig!” (S. 14) – sagen viele im Fernsehgeschäft. Volker Herres, oberster Programmorganisator der ARD (23.000 MitarbeiterInnen), machte sich “als politischer Journalist (…) einen Namen, war für die Sendung Brennpunkt (…) mitverantwortlich. Jetzt sitzt er in seinem Zimmer im Münchner ARD-Haus und rutscht auf seinem schwarzen Ledersofa hin und her. Nur die Einschaltquoten, die über dem Fernsehapparat in seinem Büro laufen, geben seinem suchenden Blick einen gewissen Halt” (S. 17).
Auch der ZDF-Boss Bellut war mal ein richtiger Journalist, bevor er sich selbst dazu verdammte, “Qualität [zu] organisieren” (S. 14). Man kann verstehen, dass sich viele wirklich gute (Ex-)JournalistInnen nicht in diese Ämter begeben wollen. Das ist ähnlich wie in der Politik. Und doch: auch als Chef hat man Handlungsspielräume!
So hofft der WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn, dass die Wirtschaftskrise dazu beitragen möge, dass sich “die ARD wieder vom Nutzen des Journalismus überzeugen” (S. 17) lässt. Noch quoten-ketzerischer formuliert seine Intendantin Monika Piel: “Ich könnte auch gut damit leben, wenn das Erste bei den Marktanteilen auf Platz zwei oder Platz drei stehen würde” (S. 17).
Viele andere RedakteurInnen wollen nicht offen sprechen und nicht namentlich genannt werden. Die Agression gegen die Quotengötzen hat sich bei ihnen selbstquälerisch und fatalistisch nach innen gewendet: “Hauen Sie in der Zeitung ruhig auf uns ein. Was anderes hilft uns nicht mehr” (S. 15). Eine Art letzter Aufschrei des gesunden Menschverstandes gegen die “Sprache der Planungsherrlichkeit” (S. 17)! Denn “das Mischpult der Nation” (S. 17) – Volker Herres – “redet über das Fernsehen wie über ein Naturgesetz” (S. 17).
Quotensucht als Krankheitsbild
Tatsächlich könnte ein ausgefuchster Psychiater oder eine findige Psychotherapeutin auf die Idee kommen, hier ein neues Krankheitsbild zu definieren. Und zwar ein professionenspezifisches: Quotensucht bei FernsehmacherInnen! Das ist durchaus ernst gemeint. Liest man das Dossier der beiden Zeit-Journalisten cum grano salis, kommt es einem tatsächlich so vor, als ob hier bei einigen Verantwortlichen auf der psychodynamischen Ebene etwas schiefläuft.
Die wirklich paradigmatischen Fälle wären dann vermutlich in den Programmdirektionen der privaten Fernsehunternehmen zu finden: “Rüdiger Schawinski, ehemaliger Chef des privaten Senders Sat.1, beginnt noch heute seinen Tag damit, die Quoten anzuschauen, obwohl es ihm schon lange egal sein könnte” (S. 14). Und “der erfolgreiche Produzent Oliver Berben lässt sich immer schon nachts um drei die Quoten mailen, wenn einer seiner Filme am Abend vorher lief” (S. 14).
Neben den vielen Psycho-Studien, die mittlerweile zum Thema “Internet-, Computer- und Spielesucht von Jugendlichen” vorliegen, wäre der wissenschaftliche Blick auf die professionellen Deformationen der verschiedenen Leistungseliten sicherlich auch mal ein paar Forschungsmillionen wert! Die Quotensucht der FernsehmacherInnen würde dann zusammen mit der pathologischen Gier von BankmanagerInnen und dem WählerInnenstimmenwahn unserer PolitikerInnen einen wichtigen Platz im ICD (International Classification of Diseases) einnehmen. Am Ende gäbe es vielleicht sogar wirksame Therapien. —- Und das Fernsehen würde womöglich: besser. Warum eigentlich nicht?
Mike Sandbothe
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Das Zeit-Dossier von Stephan Lebert und Stefan Willeke ist als Volltext unter dem Tiel “Unser Gott, die Quote” auf Zeit-Online zugänglich.
February 24th, 2009
Die beiden Spiegel-RedakteurInnen Ulrike Demmer und Alfred Weinzierl interviewen den Leiter der Abteilung für Psychotherapie und Psychosomatik der Psychiatrischen Universitätsklinik München, Professor Dr. Michael Ermann (65). Thema: die seelischen Spätfolgen (Traumatisierungen), die bei Menschen auftreten, die zur Zeit des Zweiten Weltkrieges im Kindesalter waren. Damit verbunden die Frage nach den Folgen, die sich darüber hinaus auch noch bei den “Kinder[n] der Kriegskinder” (S. 48) finden. Damit ist die Generation derjenigen gemeint, die jetzt zwischen 30 und 50 Jahre alt sind und deren Eltern im Krieg aufwuchsen.
Hart wie Krupp-Stahl
Fraglos ein wichtiges, aber (trotz Alice Miller) noch immer etwas unterbelichtetes Thema! Bei der Lektüre ist mir vor allem die latente Aggressivität und eigenartige Gefühlslosigkeit (Unachtsamkeit) einiger Fragen aufgefallen, die Demmer und Weinzierl Ermann stellen. Diese Eigenschaften lassen sich meines Erachtens nicht allein durch die professionalisierte Polemik erklären, die für eine bestimmte Form von journalistischer Rhetorik im “Spiegel” manchmal (aber zum Glück nicht immer) charakteristisch ist. Hier ein paar Beispiele:
1) “Sie wollen behaupten, dass Babys und Kleinkinder von solchen Kriegsgeschehnissen nachhaltig beeinflusst werden?”
2) “Wie hoch ist denn unter den Kriegskindern der Anteil derer, die ein Trauma mit sich herumschleppen?”
3)”Hart wie Krupp-Stahl, zäh wie Leder – nach diesen Leitbildern sind viele Kriegskinder erzogen worden. Ist es derart von Verdrängung geprägten Menschen überhaupt möglich, sich später mit dem eigenen Seelenleben auseinanderzusetzen?”
4)”Was ist daran [,dass die Mütter im Krieg ihre Söhne zum Familienoberhaupt und ihre Töchter zur Vertrauten und Freundin gemacht haben - M.S.] so schlimm? Stärken solche Erfahrungen nicht die Persönlichkeit?”
5)”Wann werden die Deutschen das Trauma denn endlich überwunden haben?”
6) “Eltern geben ihre traumatischen Erfahrungen als Kriegskind über die Erziehung weiter?”
7) “Die Kriegskinder sind heute 64 Jahre oder älter. Ist es für sie überhaupt noch sinnvoll, sich mit den Erlebnissen von einst zu beschäftigen?”
Nimmt man die letzte Frage und die Fragen 3-5 gemeinsam in den Blick, fällt auf, dass die beiden JournalistInnen darin versuchen, gewissermaßen stellvertretend für die Kriegskinder (und vermutlich als Mitglieder der Kriegsenkelgeneration) die Sache herunter zu spielen. Die Fragen 3 und 7 folgen dem gleichen (etwas perfiden) Schema einer Relativierung durch Überhöhung: Sind die entstandenen Traumatisierungen nicht so groß bzw. die Traumatisierten schon so alt, dass eine Befassung mit den Traumen sinnlos und überflüssig ist? Die Fragen 4 und 5 realisieren eine andere Verdrängungsstrategie. In Nr. 4 versuchen die JournalistInnen den Traumatisierungen ihren traumatischen Charakter abzusprechen und in Nr. 5 beschwören sie die Hoffnung auf eine schnelle Überwindung der Traumen.
Zusammengefasst haben die JournalistInnen also die folgenden “polemischen” Fragen gestellt: Kann es nicht sein, dass die Traumen einfach zu groß waren, um sie überhaupt wahrnehmen zu können? Oder kann es nicht sein, dass die Traumatisierten längst zu alt sind, um sich damit noch sinnvoll zu beschäftigen? Oder waren die Traumen vielleicht gar keine Traumen und alles war nur halb so schlimm oder sogar hilfreich für die Ausbildung der Persönlichkeit? Und wenn es doch Traumen gibt, kann man die nicht irgendwie schnell überwinden?
Vor diesem Hintergrund erscheinen die Fragen 1,2 und 6 in einem veränderten Licht. In den Fragen 1 und 6 tritt eine gespielte Naivität zutage, die sich manchmal wie Ignoranz anfühlt, vermutlich aber mit dem Wunsch nach Aufrechterhaltung der Verdrängung zu tun hat. Das wollen Sie wirklich behaupten? Dass es Kindern nicht gut getan hat, im Krieg aufzuwachsen! Das wollen Sie behaupten? Und dann meinen Sie auch noch ernsthaft, dass diese Kriegskinder ihre Traumen an ihre eigenen Kinder über die Erziehung weiter gegeben haben? Das kann doch wohl nicht wahr sein, dass Sie das behaupten wollen!
Göttliche Klima-Affen
Natürlich ist es sinnvoll in einem Interview kritisch zu sein und grundlegende Fragen zu stellen. Aber dabei gibt es Gradunterschiede, Argumentationsanforderungen und Kontextsensibilitäten: Wie sinnvoll wäre es zum Beispiel, heute noch einen Evolutionsbiologen verwundert zu fragen, ob er wirklich glaubt, dass wir vom Affen abstammen (und nicht von Gott geschaffen wurden)? Wie sinnvoll wäre es, eine Klimaforscherin scheinbar irritiert zu fragen, ob sie wirklich meint, dass “global warming” ein wissenschaftliches Faktum ist (und nicht eine Medienerfindung)?
Wenn man als WissenschaftsjournalistIn den Stand einer Wissenschaft kennt, operiert man im Normalfall auf der Basis eines anerkannten Konsenses und versucht den LeserInnen die Bedeutung dieses Konsenses für ihr Alltagsleben in einfachen Worten zu erläutern. Dabei lassen sich durchaus kritische Detailfragen stellen. Aber wenn man darüber hinaus Grundlagenkritik üben möchte – also den anerkannten Wissensstand selbst in Frage stellen will! – sollte es dafür gute Gründe geben, die mit zu thematisieren sind. Solche Gründe nennen Demmer und Weinzierl jedoch nicht. Sie polemisieren nur.
Als Beispiel für eine wissenschaftsjournalistische Detailfrage, die den Wissensbestand der Traumatisierung grundsätzlich anerkennt und auf dieser Basis dann genauer nachfragt, darf die Frage Nr. 2 gelten. Sie lautet: “Wie hoch ist denn unter den Kriegskindern der Anteil derer, die ein Trauma mit sich herumschleppen?” Aber auch hier klingt das Verdrängungsinteresse der JournalistInnen durch. Und zwar in dem provozierenden und sogar ein wenig demütigenden Wort “herumschleppen”.
Wenn man sich die psychischen Schrecken und physischen Qualen vergegenwärtigt, mit denen Kriegskinder und Kriegsenkel umzugehen haben, tritt in dieser Formulierung ein Mangel an Respekt gegenüber dem Leiden der Betroffenen hervor. Ein äußerlicher Mangel an Respekt, in dem sich vielleicht sogar ein innerer Mangel an Akzeptanz angesichts des eigenen Schicksals spiegelt, durch das die beiden JournalistInnen möglicherweise ihrerseits gezeichnet sind, sofern sie selbst zur Generation der deutschen KriegsenkelInnen gehören sollten.
Fremd im eigenen Leben
Über das Alter der beiden Interviewenden (oder gar ihren Lebensweg) erfährt man im Artikel (und in anderen herangezogenen Quellen) nichts; während das Alter und der Lebensweg des Interviewten mehrfach erwähnt und immer wieder argumentativ ins Gespräch einbezogen werden. Das spricht für die psychische Offenheit des Psychologieprofessors, der sogar seine eigene Berufswahl mit traumatischen Erfahrungen in Zusammenhang bringt, die er selbst als Kind im Krieg machen musste.
Zur Verteidigung der “journalistischen” Fragetechniken kann man anführen, dass die beiden FragenstellerInnen mit ihrer Respekt- und Gefühlslosigkeit (gegenüber anderen und gegenüber sich selbst) schlicht und einfach dem Common Sense entsprechen. Die polemischen Verdrängungsverfahren, die Demmer und Weinzierl bewußt oder unbewußt einsetzen, erscheinen dann als repräsentativ für diejenigen Gewohnheiten, die sich bei vielen Betroffenen im Umgang mit dem Thema eingeschliffen haben und von Ermann untersucht werden.
Mit Blick auf die Kriegskinder schreibt der Münchner Psychologe: “Heute, als Erwachsene, haben diese Menschen Schwierigkeiten, die eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen, das eigene Leid überhaupt zu erkennen” (S. 47). Und in Bezug auf die Kriegsenkel fährt er fort: “Die Kinder der Kriegskinder fühlen sich oft genauso fremd im eigenen Leben wie ihre Eltern und nehmen den eigenen Kummer, die eigenen Bedürfnisse nicht ernst” (S. 48).
Medien-Therapie?
Damit komme ich zuguterletzt auf eine medienphilosophische Frage zu sprechen. Dürfen oder sollen Medien therapeutisch sein? Sollen sie den Menschen helfen, sich selbst mehr zu achten und zu spüren, respektvoller mit sich und anderen umzugehen und in the long run vielleicht sogar ein glücklicheres Leben zu führen? Oder sind Medien nur dazu da, den Status quo, die aktuelle Situation möglichst wahrheitsgetreu wiederzugeben? Reine Beschreibung der Verhältnisse oder Therapie und Veränderung der Wirklichkeit? Was ist die Aufgabe von Medien heute?
Meines Erachtens sind wir im 21. Jahrhundert auf dem Weg zu einem “pragmatistischen” Medienverständnis. Damit ist eine Praxis gemeint, in deren Rahmen Bild, Sprache, Schrift, Musik, Fernsehen, Radio, Presse und Internet zunehmend bewußter für die schrittweise Verbesserung demokratischer Lebensverhältnisse eingesetzt werden.
Desto globaler das Mediensystem sich entwickelt, um so zentraler wird seine demokratische Bildungsfunktion. Die drei großen globalen Krisen, die wir gegenwärtig erleben – die Finanz-, die Energie- und die Klimakrise – tragen mit dazu bei, dass immer mehr MedienunternehmerInnen einsehen, dass kurzfristige ökonomische Wachstums-Imperative allein die weltweite Zukunft der Demokratie nicht sichern können.
Im “Spiegel” schlägt sich dieser Prozess ebenfalls nieder. Das gilt zumindest teilweise auch für den hier von mir kommentierten Artikel. So fordert Ermann am Ende des Gesprächs dazu auf: “Man sollte versuchen, eine ‘positive Kriegskindheitsidentität’ zu entwickeln. Dazu ist es nie zu spät.” Das gilt vermutlich auch für die beiden JournalistInnen. Immerhin haben sie Ermann das letzte Wort gegeben, seine Message öffentlich gemacht und sich bei ihm freundlich bedankt. Weiter so!
Mike Sandbothe
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Das Spiegel-Interview von Ulrike Demmer und Alfred Weinzierl ist als Volltext unter dem Titel “Der Körper vergisst nicht. Der Münchner Psychoanalytiker Michael Ermann im Gespräch (…)” auf Spiegel-Online zugänglich. Ein älteres Spiegel-Gespräch zum selben Thema und mit fast dem gleichen Aufmacher findet sich hier: “Der Körper vergisst nichts. Trauma-Therapeutin Luise Reddemann über die Spätfolgen von Kriegserlebnissen“